Sehprobleme bei Kindern – oft die versteckte Ursache für Lernschwierigkeiten
Gutes Sehen ist eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Lernen. Kinder mit unentdeckten Sehproblemen haben oft Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben oder beim Konzentrieren in der Schule. Buchstaben verschwimmen, die Tafel ist schwer zu erkennen – das kann schnell zu Frustration, Schulstress und vermeintlichen Lernschwächen führen.
Viele dieser Probleme bleiben lange unbemerkt, da Kinder ihr Sehen nicht selbst hinterfragen. Ein frühzeitiger Sehtest kann Klarheit schaffen und gezielt helfen, schulische Herausforderungen zu meistern.
Unser Tipp: Lassen Sie die Augen Ihres Kindes regelmäßig überprüfen – für einen klaren Blick und einen erfolgreichen Schulstart.
Visuelle Wahrnehmungsstörungen & Irlen-Syndrom – Wenn das Gehirn anders sieht
Nicht alle Sehprobleme liegen am Auge – manchmal ist die Verarbeitung der visuellen Reize im Gehirn gestört. Bei visuellen Wahrnehmungsstörungen sehen Kinder und Erwachsene zwar "gut", haben aber dennoch Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben oder in der räumlichen Orientierung.
Eine spezielle Form dieser Störung ist das Irlen-Syndrom (auch als visuelle Stress-Störung bekannt). Betroffene nehmen Texte verzerrt, flimmernd oder verschwommen wahr, Buchstaben "tanzen", Zeilen verrutschen – das Lesen wird zur Herausforderung. Kopfschmerzen, schnelle Ermüdung oder Konzentrationsprobleme sind häufige Begleiterscheinungen.
Ein speziell ausgebildeter Irlen-Screener kann mit gezielten Tests feststellen, ob ein Irlen-Syndrom vorliegt, und individuell angepasste Farbfolien oder -Filter empfehlen, die das Sehen deutlich erleichtern.
Früh erkannt, gezielt geholfen – für entspannteres Lesen und mehr Lernfreude
Kopfschmerzen – viele Ursachen, ein Symptom
Kopfschmerzen können ganz unterschiedliche Auslöser haben. Stress, Verspannungen, Wetterumschwung, hormonelle Veränderungen oder sogar zu wenig Wasser können Schmerzen im Kopfbereich verursachen. Auch Migräne oder Cluster-Kopfschmerzen zeigen, wie vielfältig das Erscheinungsbild sein kann – mal dumpf und drückend, mal stechend und einseitig.
Ein professioneller Sehtest, inklusive Überprüfung auf Phorien und Irlen Syndrome, kann helfen, die Ursache zu finden und mit der passenden Brillen- oder Filterlösung für spürbare Entlastung zu sorgen.
Bei wiederkehrenden Kopfschmerzen lohnt sich eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Ostheopath:innen, Physiotherapeut:innen, Neurolog:innen, Zahnärzt:innen oder der Hauärzin/dem Hausarzt.
Myopie-Management bei Kindern – Kurzsichtigkeit früh erkennen und gezielt verlangsamen
Kurzsichtigkeit (Myopie) nimmt weltweit stark zu – vor allem bei Kindern. Immer mehr Kinder sehen in der Ferne unscharf, oft begünstigt durch viel Naharbeit, Bildschirmzeit und zu wenig Tageslicht. Was harmlos beginnt, kann langfristig ernste Folgen haben: Eine starke Myopie erhöht das Risiko für Augenerkrankungen wie Netzhautablösungen, grünen Star oder Makuladegeneration im Erwachsenenalter.
Myopie-Management setzt genau hier an: Mit speziellen Brillengläsern, Kontaktlinsen oder Augentropfen kann das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit effektiv verlangsamt werden. Ziel ist es, das Risiko für hohe Myopie und damit verbundene Folgeerkrankungen deutlich zu senken.
Je früher erkannt, desto besser geschützt – wir beraten Sie gerne zu den Möglichkeiten des Myopie-Managements für Ihr Kind.
Sehstörungen nach Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma – wenn die Augen nicht mehr richtig zusammenarbeiten
Nach einem Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma (SHT) sind visuelle Veränderungen keine Seltenheit. Viele Betroffene klagen über Doppelbilder, unscharfes Sehen, Schwierigkeiten beim Lesen oder eine eingeschränkte Orientierung im Raum. Ursache dafür sind oft Störungen in der Augenbewegung und -koordination – das Zusammenspiel beider Augen ist gestört.
Typische Probleme sind:
– Doppelbilder durch gestörte Augenmuskelfunktion
– eingeschränktes Gesichtsfeld
– Probleme beim Fokussieren und Fixieren
– visuelle Überforderung bei Bewegung oder Reizen
Diese Veränderungen können den Alltag stark beeinträchtigen – umso wichtiger ist eine gezielte optometrische Untersuchung und visuelle Rehabilitation.
Mit individuell angepassten Prismenbrillen, Sehtraining und gezielter Betreuung lässt sich vieles verbessern – wir beraten Sie mit Erfahrung und Einfühlungsvermögen.
Low Vision bezeichnet eine dauerhafte Sehbeeinträchtigung, bei der die Sehkraft selbst mit Brille, Kontaktlinsen oder medizinischer Behandlung nicht ausreichend verbessert werden kann. Betroffene haben oft Probleme beim Lesen, Erkennen von Details oder in der Orientierung im Alltag.
In solchen Fällen kommen spezielle vergrößernde Sehhilfen zum Einsatz, z. B. Lupen, Bildschirmlesegeräte oder individuell angepasste Spezialbrillen. Ziel ist es, das vorhandene Sehvermögen bestmöglich zu nutzen und die Selbstständigkeit im Alltag zu erhalten.
Als augenoptisches Fachgeschäft bieten wir Beratung und Anpassung solcher Hilfsmittel an.